Dürfen wir den Flüchtlingen das Evangelium verkünden?

Die evangelischen Kirchen und Christen können den Flüchtlingen Hoffnung schenken. Feinfühliges Weitergeben des Glaubens ist dazu absolut angemessen.

In Europa werfen viele den Kirchen Mangel an Neutralität und Ungleichbehandlung anderer vor. Oder auch Unredlichkeit, wenn sie anderen aus einer religiösen Motivation dienen. Religion sei eine schlechte Motivation, und könne zu Ausbeutung führen (siehe unten). Die SEA sieht den Glauben an Jesus als einen ausgezeichneten Grund Hilfe zu leisten. Wir glauben, dass Kirchen sich trotz limitierter Ressourcen engagieren sollten. Als grundsätzliche Regel gilt dabei: Hilfe sollte immer unabhängig von Kriterien wie Alter, Religion, Herkunft, etc. gegeben werden. Praktische Unterstützung muss bedingungslos gegeben werden und darf nie einfach als Plattform zum Missionieren benutzt werden. Niemand sollte die verletzliche oder geschwächte Situation von anderen ausnutzen.

Kirchen sind dazu berufen, Flüchtlinge zu lieben und ihren Bedürfnissen in ganzheitlicher Weise zu begegnen. Dies beinhaltet, auf die körperlichen, emotionalen und geistlichen Bedürfnisse einzugehen. Die Kirche hat den spezifischen biblischen Auftrag, die Gute Nachricht weiterzugeben: Dass alle durch Jesus Christus in eine rettende Beziehung mit Gott kommen können, ungeachtet ihres religiösen Hintergrunds. Es ist deshalb angebracht, dass Christen über den Glauben reden. Immer vorausgesetzt, dass es feinfühlig und respektvoll geschieht und dass der Flüchtling sich in keiner Weise genötigt oder manipuliert fühlt. Die SEA und andere Organisationen haben Material zur Verfügung, das Christen hilft, ihren Glauben angemessen weiterzugeben.

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Angst?

Hab keine Angst!

Ja, die vielen Berichte über Krieg, Terror und Flüchtlingsströme können uns überfordern. Fremde, die ich nicht kenne, wirken manchmal bedrohlich. Mach etwas dagegen und lerne sie kennen, damit weder du noch sie weiter Angst haben müssen. Und vor allem: Bete für Flüchtlinge und für ihre Integration in der Schweiz.